Dictum

Dictum

Video & Installation
05-02 until 09-02-2020
Kunstakademie
Düsseldorf, Germany

Gezeigt als Teil des Rundgangs 2020 der Kunstakademie Düsseldorf

Exhibition: 05.02.2020 – 09.02.2020, 11-20:30

Hintergrund:

Die Video-Installation Dictum nimmt Bezug auf einen Text der den Verhaltenskodex des deutschen Bühnenvereins formuliert: 

“Grundsätzliches Kennzeichen der Belästigung ist eine Grenzüberschreitung, die ein anderer Mensch gegen seinen Willen erfährt. Als Belästigung können auch Vorgänge empfunden werden, die nicht beabsichtigt waren. Es ist daher nicht angebracht, die persönliche Sphäre anderer zu überschreiten. Dies bezieht sich auf: 

  • die Erzwingung oder auch nur die versuchsweise Erzwingung sexueller Handlungen mittels Gewalt oder Androhung von Gewalt 
  • direkte oder indirekte Drohung mit Nachteilen für die Ablehnung von Avancen 
  • Versprechen von Vorteilen für sexuelle Zugeständnisse 
  • Zeigen oder Verbreiten von Pornografie 
  • anzügliche und sexualisierte Bemerkungen, Witze und Gesten 
  • abfällige Bemerkungen über den Körper, die Sexualität oder die sexuelle Orientierung Anderer 
  • nicht einvernehmliche körperliche Berührungen 
  • Verlangen nach sexueller Aufmerksamkeit

Auf Basis dieser Werte verpflichten wir uns auf verbindliche Verhaltensregeln unabhängig von der Position: 

  • Ich trenne zwischen dem, was innerhalb und außerhalb der künstlerischen Arbeit erlaubt ist und missbrauche diese Freiräume der Kunst nicht
  • Ich verhalte mich respektvoll gegenüber allen, unabhängig von Geschlecht, Alter, Religion, Behinderung, Herkunft und sexueller Orientierung
  • Ich unterlasse jede Form von sexueller Belästigung
  • Ich unterlasse Übergriffe in gestischer, sprachlicher und körperlicher Form
  • Ich gehe verantwortungsvoll mit der mir übertragenen Macht um
  • Ich bin mir bewusst, dass mein Verhalten bei meinem Gegenüber eine andere Wirkung erzielen kann als beabsichtigt. Ich gehe damit empathisch und verantwortungsvoll um
  • Ich kommuniziere eindeutig und klar
  • Ich spreche Konflikte offen an und bemühe mich, sie fair zu lösen

Ich schreite aktiv ein, wenn ich Zeuge von Übergriffen, Machtmissbrauch und unangebrachtem Verhalten jeglicher Art werde und spreche unangemessenes Verhalten direkt an.”

Aus: “Wertebasierte Verhaltenskodex zur Prävention von sexuellen Übergriffen und Machtmissbrauch“, Deutscher Bühnenverein, 2018.

English translation:

 “A fundamental characteristic of molestation is overstepping a border that another person experiences against his or her will. Harassment could also be an incident that was not intentional. Therefore, it is not advisable to trespass into one’s personal sphere. This refers to:

  • forcing or only attempting to force sexual actions using violence or the threat of violence
  • direct or indirect threats to face disadvantages if advances are rejected
  • promises of advantages for sexual favours
  • showing or distribution of pornography
  • naughty or sexually charged remarks, jokes, or gestures
  • derogative remarks about the body, the sexuality, or the sexual orientation of others
  • physical contact without consent
  • call for sexual attention

On the basis of these values we commit ourselves to a binding code of conduct independent of the position:

  • I differentiate between that what is allowed inside and outside of the artistic work and I don’t misuse the freedom in art
  • I act with respect towards all, independent of gender, age, religion, disabilities, origin, and sexual orientation
  • I refrain from every form of sexual harassment
  • I refrain from assaults in form of gestures, words, or physical form
  • I act responsible with the power given to me
  • I am conscious that my behaviour my result in a not intentioned effect. I will act responsible and empathic with this
  • I communicate unambiguous and clear 
  • I address conflicts straightforwardly and try to resolve them non-discriminatory
  • I intervene actively when I am witness to assaults, misuse of power, inappropriate behaviour in any way and will point out inappropriate behaviour directly”